Wird die Türkei wirtschaftlich und politisch bald im Chaos versinken ?

Diktator Erdogan wirft Bundesregierung Unterstützung von Terroristen vor

Die türkischen Behörden halten inzwischen neun Deutsche ohne Anlass und Grund , völlig unschuldig in Haft. Kann es jeden treffen, auch Touristen und alle unbescholte= nen Bürger, wie Außenminister Sigmar Gabriel sagte ?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (63) griff in seiner Rede vor allem Bundesaußenminister Sigmar Gabriel an, nannte seine Aussagen wertlos
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (63) griff in seiner Rede vor allem Bundesaußenminister Sigmar Gabriel an, nannte seine Aussagen wertlos

22.  Juli 2017,Wutwelle in der Türkei wegen der angekündigten „Neuausrichtung“ der deutschen Politik, speziell auch auf wirtschaftlicher Ebene.

 

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (63) hat Berichte dementiert, dass es Ermittlungen gegen deutsche Unternehmen in der Türkei wegen Terror= unterstützung gebe.

 

Solche " böse Propaganda “ solle nur dazu dienen, Druck auf deutsche Firmen auszuüben und international für Verunsicherung zu sorgen, sagte Erdogan am gestrigen Freitag bei einer Ansprache in Istanbul.

Die Kritik von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel wies Erdogan scharf zurück, nannte die Aussagen „wertlos“. Gabriel hatte am gestrigen Freitag von Investi= tionen in der Türkei abgeraten und gewarnt, dass deutsche Staatsbürger in der Türkei vor willkürlichen Verhaftungen nicht mehr sicher“ seien.

 

Sticheleien wegen G20-Gipfel

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwähnte Erdogan hingegen mit keinem Wort. Allerdings stichelte er mit Verweis auf das Chaos beim Hamburger G20-Gipfel, die Türkei habe vor zwei Jahren einen reibungslosen Ablauf organisiert.

 

Deutschland müsse „sich zusammenreißen“, sagte der umstrittene Staatschef. Die Forderung nach Freilassung inhaftierter Deutscher in türkischen Gefängnissen wies er erneut zurück: Die türkische Justiz ist unabhängiger als die deutsche , fügte er hinzu.

 

Erdogans Fazit: „Ich will Deutschland und der ganzen Welt nochmal sagen, ihr könnt die Türkei nicht anschwärzen, dafür reicht eure Kraft nicht. Mit so was könnt ihr uns nicht einschüchtern.“ Letztlich zielten die Aussagen aus Deut= schland nur darauf ab, Investoren abzuschrecken. Und das verurteile ich aufs Schärfste.

 

Unverschämt beleidigende türkische Kritik in den Medien

 

Regierungsnahe türkische Medien hatten zuvor empört auf die verschärfte Politik der Bundesregierung und die Forderung nach der Freilassung deutscher Häftlinge in der Türkei reagiert. 

 

Nach der Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner und anderer Deutscher hat die Bundesregierung gestern eine Neuausrichtung der Türkei-Politik angekündigt.

Das erklärte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (57, SPD) nach enger Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU).

 

► Konkret verschärfte das Auswärtige Amt in einem ersten Schritt seine Hinweise für Türkei-Reisende, die jetzt auch für Urlauber gelten.

 

So reagiert die Türkei

 

Sabah “, die praktisch wie eine Parteizeitung der AKP agiert, titelte über Deutschland: " Heimat der Terroristen, doppelzüngig, maßlos "

Die regierungsnahe Tageszeitung " Sabah “
Die regierungsnahe Tageszeitung " Sabah “

Die nationalistische Zeitung " Türkiye “ schreibt: „Bei uns ist die Justiz unabhängig, " Hans “

 

Mit " Hans “ umschreibt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan regelmäßig die Deutschen.

                                          Die nationalistische Zeitung " Türkiye “
Die nationalistische Zeitung " Türkiye “

► „Star“ schreibt in Anspielung auf die Bemühungen der Türkei, in die Europäische Union aufgenommen zu werden: „Neues EU-Kriterium: Freiheit für Agenten“.

Die türkische Tageszeitung " Star "
Die türkische Tageszeitung " Star "

Brisant: Darunter zeigt das Blatt Fotos des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel und des Menschenrechtlers Peter Steudtner, die beide in Untersuchungshaft sind. Die deutsche Bundesregierung hat immer wieder betont, dass sie die Vorwürfe gegen die beiden für haltlos hält.

 

► Die konservative " Aksam “ schreibt doppeldeutig : " Die Deutschen toben “ – was auch als " Die Deutschen sind tollwütig geworden “ übersetzt werden kann.

Die konservative " Aksam “
Die konservative " Aksam “

Und das  schreiben die deutschen Zeitungen...

 

Die deutschen Kommentatoren sehen die aktuellen Entwicklungen anders als ihre türkischen Kollegen. Auszüge aus der Presseschau:

 

► " Welt “ ( Berlin ) : " Es ist ein neuer Tiefpunkt und für Europa eine Katastrophe. Die eh schon auf dem Weg in eine autokratische Halbdemokratie schlendernde Türkei ist seit dem Putsch mit wilder Entschlossenheit jedem Konsens mit Europa enteilt.“

 

► " Frankfurter Allgemeine Zeitung “: " In Gabriels Erklärung steckt das Eingeständnis, dass sich die deutsche Politik der Eskalationsvermeidung nicht ausgezahlt hat. Erdogan hat sie möglicherweise als Schwäche und Erpressbarkeit (wegen des Flüchtlingsabkommens) missinterpretiert, jedenfalls nicht mit der von Berlin erhofften ‚Rückkehr zur Vernunft‘ honoriert.

 

Seit dem Putschversuch vor einem Jahr folgt er ganz offen einer anderen politischen Vernunft – der Vernunft der Diktatoren.“

 

► " Freie Presse “ ( Chemnitz ): " Die Vertrauensbasis zur Regierung in Ankara war schon lange erschüttert, jetzt ist das Tischtuch zerschnitten.“

 

Fernsehsender n-tv und N24 stoppen türkische Werbespots 

 

Unterdessen haben die deutschen Nachrichtensender n-tv und N24 eine Werbekam= pagne für die Türkei gestoppt.

 

► „Angesichts der aktuellen Geschehnisse stießen die Clips zu Recht auf Unverständnis und Ärger bei Zuschauern und Lesern“, begründete n-tv in einer Erklärung die Entscheidung. " Die Werbekampagne wurde nun gestoppt. “

 

Die Werbespots mit Fußballstar Lukas Podolski und den Türkei-Chefs diverser Weltkonzerne werden ab sofort nicht mehr ausgestrahlt.  Alle noch geplanten Spots werden storniert“, erklärte der Sender.

 

► Auch der Sender N24 kündigte an, die türkische - Werbekampagne nicht mehr zu zeigen.

 

Aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse haben wir uns entschieden, die Spots nicht mehr zu spielen , heißt es in einem Statement einer N24-Sprecherin.

 

Auch wenn wir klar zwischen Programm und Werbung trennen, ist es uns auch wichtig, unser Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren.

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Quellen : AP,dpa,n-24,u.a...

Verantwortlich für die Berichterstattung :

Günther Kos, Herausgeber und Chefredakteur

bei  Pressejournal - News     &    Promi - Welt

 

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