Polizei warnt Bevölkerung vor explosiven Paketen

Paketdienst DHL wird mit Bomben in Paket Zustellungen erpresst

Das Paket wurde am Donnerstag an einer DHL-Station in Potsdam aufgegeben. Foto : © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das Paket wurde am Donnerstag an einer DHL-Station in Potsdam aufgegeben. Foto : © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

03. Dezember 2017, Am Freitag war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der direkt am Potsdamer Weihnachtsmarkt sein Geschäft hat.

 

Das verdächtige Paket am Potsdamer Weihnachtsmarkt geht auf eine Erpressung des Paketdienstes DHL zurück. Die am Freitag an eine Apotheke gesendete Lieferung mit einem Polenböller stehe in diesem Zusammenhang, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

 

Der oder die Täter verlangten eine Millionensumme. Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) bei einem Online-Händler aufgetaucht.

 

Die Potsdmer Paketbombe war nach den neuesten Erkenntnissen der Polizei sehr gefährlich. Sie hätte bei einer Explosion schwerste Verletzungen zur Folge gehabt, sagte Schröter .

Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke sagte, der Apotheker habe beim Aufmachen ein Zischen gehört. Zuerst hatte es dagegen geheißen, dass das Paket vermutlich über keinen Zünder verfügt habe. Inzwischen sei der Sprengsatz aber nochmal analysiert worden, sagte Mörke.

 

Der oder die Täter nähmen schwerste Verletzungen der Adressaten oder sogar deren Tötung billigend in Kauf, sagte Schröter. Es scheine sich nach bisherigen Erkenntnissen um regional agierende Täter aus Berlin oder Brandenburg zu handeln.

 

Diese Tat sei besonders verwerflich. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit habe die Zustellung der " Briefbombe " aber nicht dem Weihnachtsmarkt gegolten, sagte Schröter weiter.

Mit diesem Aushang bittet die Polizei um Wachsamkeit und Hinweise aus der Bevölkerung
Mit diesem Aushang bittet die Polizei um Wachsamkeit und Hinweise aus der Bevölkerung

Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen dagegen für möglich oder sogar wahrscheinlich. Betroffenen seien bislang vor allem kleine Unternehmen.

 

Auch die Sendung an Privatpersonen sei aber nicht auszuschließen, hieß es. Die Polizei habe ein Hinweistelefon geschaltet. 

 

Ermittelt werde wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplo= sion und versuchter schwerer räuber= ischer Erpressung, sagte der Leitende Potsdamer Oberstaatsanwalt Heinrich Junker.

 

Am Freitag war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der direkt am Potsdamer Weihnachtsmarkt sein Geschäft hat. Darin befanden sich Hunderte Nägel und ein sogenannter Polenböller.

 

So werden umgangssprachlich Feuerwerkskörper bezeichnet, die wegen Sicherheitsmängel in Deutschland illegal sind.

 

Für die Fahndung setzte die Polizei eine Ermittlungsgruppe  " Luise " ein - benannt nach der Apotheke, an die das Paket geschickt worden war. In der Gruppe arbeiten rund 25 Kriminalisten...

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Quellen : AP /n-24/BZ,u.a.

Verantwortlich für die Berichterstattung :

Günther Kos, Herausgeber und Chefredakteur

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