Nach freundschaftlichen Treffen mit Diktator Erdogan

Wenn Euch Deutschland nicht gefällt,dann verschwindet in die Türkei zum Erdogan

15. Mai 2018, Am Sonntag hatten Mesut Özil (29) und Ilkay Gündogan (27, beide geboren in Gelsenkirchen) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64) im schicken Londoner Hotel „Four Seasons“ getroffen.

Mesut Özil lächelt in die Kamera. Sein Arsenal-Trikot gehört nun Diktator Recep Tayyip Erdoğan Foto : picture alliance / AKP / bei Twitter
Mesut Özil lächelt in die Kamera. Sein Arsenal-Trikot gehört nun Diktator Recep Tayyip Erdoğan Foto : picture alliance / AKP / bei Twitter

Dort schüttelten sie ihm nicht nur die Hand, sondern überreichten dem Wahlkämpfer Erdogan auch medienwirksam ein Trikot. Auch mit dabei: der türkische Nationalstürmer Cenk Tosun (26).

 

Der deutsche Nationalspieler Gündogan schrieb sogar auf sein Trikot: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll“.

 

Entsetzen, Wut, Fassungslosigkeit

 

Sogar beim DFB. Und all der Wirbel ausgerechnet an dem Tag, an dem Nationaltrainer Jogi Löw sein Kader für die WM in Russland bekanntgegeben hat.

 

Viele Stimmen fordern : Wer so mit einem Diktator posiert, gehört nicht ins deutsche WM-Team.

 

SPD - Politikerin Lale Akgün (64) sagte in Medien - Interviews : Man sollte in der Nationalmannschaft nur die Jungs mitspielen lassen, die Steinmeier als unseren Präsidenten akzeptieren.

 

Die Reaktionen 

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel (56): „Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.

 

DFB - Vize Rainer Koch (59) forderte bei Facebook von Gündogan, dass man als Deutscher mit türkischen Wurzeln wenige Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft, bei der man im deutschen Nationaltrikot spielen möchte, schon auch deutlich sagen und aussprechen sollte, dass der deutsche Staatspräsident mindestens auch ‚mein Präsident‘ ist.

 

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff (50) kündigte ein Gespräch mit beiden an und meinte: „Die beiden waren sich der Symbolik und Bedeutung dieses Fotos nicht bewusst.“

 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (69, Grüne) bezeichnete den Auftritt als " höchst kritikwürdig “. An dieser Stelle hört der Spaß auf. Das geht gar nicht.

 

Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich (61, CSU) sagte : " Es sei befremdlich, wenn deutsche Fußball-Nationalspieler, die unserem Land viel zu verdanken hätten, sich vor den Wahlkampf-Karren eines ausländischen Politikers spannen lassen, der sich vor Kurzem noch abfällig über Deutschland geäußert hat.

 

Sevim Dagdelen (42, Linke) : " Im Londoner Luxushotel mit dem Despoten Erdogan zu posieren und ihn auch noch als ,meinen Präsidenten‘ zu hofieren, während in der Türkei

Demokraten verfolgt und kritische Journalisten inhaftiert werden, ist ein grobes Foul.

 

Spieler der deutschen Nationalmannschaft sollten sich bewusst sein, dass sie Vorbildfunktion haben und für Fair Play stehen, nicht nur auf dem Rasen. Die Distanzlosigkeit gegenüber einem ausländischen Präsidenten ist schlicht unangebracht.

 

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Annette Widmann-Mauz (51, CDU) nannte die Aktion eine „schiefe Verbeugung“ und das Gegenteil dessen, für das die DFB-Kampagne für mehr Toleranz und Respekt stehe.

 

SPD-Vize Ralf Stegner (68): „Das Posieren mit dem türkischen Präsidenten ist kein vorbildhaftes Verhalten, wie es sich für deutsche Nationalspieler gehört.“

 

Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (38) twitterte: " Alles, was in Sachen Integration schieflaufen kann, sieht man in diese Bilder.“

 

Integrations-Expertin Düzen Tekkal (39) : " Mit den Werten eines Landes geht es bergab, wenn Ballbeherrschung für wertvoller gehalten wird als ein wacher Verstand.

 

Wer nicht in der Lage ist, Despotentum als solches zu erkennen, kann kein Botschafter dieses Landes sein.“ Tekkal weiter : " Die Fußballer haben mit diesem Foto gezeigt, dass sie nicht integriert sind,und auch nicht integriert werden wollen.

 

Cem Özdemir (52, Grüne) : " Der Bundespräsident eines deutschen Fußballnationalspielers heißt Frank-Walter Steinmeier und nicht Recep Tayyip Erdogan.

 

Es ist geschmacklos und peinlich, wenn Fußball - Millionäre sich für die Wahlkampagne eines unter Druck stehenden autoritären Herrschers einspannen lassen und ihm Huldigungsgesten entgegenbringen.“

 

Özdemir weiter  : Es ist deshalb genau richtig, dass der DFB seine Spieler zurückpfeift. Schließlich sind unsere Nationalspieler auch Vorbilder für unsere Kinder.

 

Sie sollen nicht Korruption,Unterdrückung und Hass eines alternden Alleinherrschers als Leitbilder vorgelebt bekommen, sondern unser Grundgesetz und die demokratischen Grundwerte Deutschlands. Da kann es kein Vertun geben.“

 

Erdogan befindet sich in Großbritannien auf einer Staats-, aber auch einer Wahlkampfreise. Mitte April hatte er überraschend vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen für den 24. Juni ausgerufen – in Deutschland ist ihm der Wahlkampf untersagt. Sein Treffen mit den drei Fußball-Stars machte schnell auf Twitter die Runde – unter anderem postete die Erdogan-Partei AKP die Fotos.

 

Für die drei in Deutschland geborenen Spieler mit türkischen Wurzeln war kurz vor dem Präsidenten-Treffen am Sonntagnachmittag die englische Erstliga-Saison zu Ende gegangen.

 

Gündogan erklärte nach dem Treffen. Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen.

 

Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst.“...

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Quellen : welt /n-tv/AP/ u.a.

Verantwortlich für die Berichterstattung :

Günther Kos,Herausgeber und Chefredakteur

bei Pressejournal - News     &   Promi - Welt

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Günther Kos/ Pressejournal - News (Dienstag, 15 Mai 2018 20:34)

    Liebe Nationalspieler,Özil und Gündogan !
    die Botschaft eurer Fotos mit Diktator Erdogan ist: Erdogan ist ein feiner Kerl und kein mieser Typ. Ihr habt ihm liebevoll Trikots geschenkt. Gündogan schrieb handschriftlich: " Für meinen verehrten Präsidenten. Hochachtungsvoll.

    Das heißt für mich, dass unsere Nationalspieler das Verhalten von Erdogan billigen, Oppositionelle zu verhaften, Journalisten, Aktivisten,die Einführung der Todesstrafe,und vieles mehr für richtig halten,was euer Führer Erdogan für richtig hält.

    Ich halte Euch zugute, dass Ihr politische Einfaltspinsel seid. Ihr beide seid in Gelsenkirchen geboren. Ihr wart Straßenfußballer, und wurdet Millionäre. Man muss ja nicht ein Türke oder ein Deutscher sein, um eine moralische Position zu haben. Wenn man eine moralische Position hat, lacht man nicht scheinheilig in die Kamera mit Erdogan.

    Die Frage der Fragen ist, ob die beiden deutschen Nationalspieler noch in unsere deutsche Mannschaft passen...